Nerdfee


MagicCon

Oder: Der Whiskystand auf der MagicCon
Oder: Den Teufel und mich sah man nie im gleichen Raum - denkt mal drüber nach
Außerdem: Treffpunkt der Glitzerseelen

Fast wäre ich gar nicht auf die MagicCon gegangen. Meine Begleitung hatte mir, aus gesundheitlichen Gründen, kurzfristig abgesagt und irgendwie war meine Motivation dann auch nicht mehr so groß. Es ergab sich aber, dass eine Bekannte spontan Interesse bekundete und so klingelte Samstagmorgen um 08:00Uhr der Wecker (Wecker am Wochenende gehören eigentlich wie Ananas auf Pizza verboten, aber was tut man nicht alles für das kleine Nerdherz).

Ich entschied mich spontan gegen ein Kostüm und für mein Harley Quinn Kleid, malte mir ein Gesicht (ist ja nicht Halloween) und machte mich, nach nur einem Kaffee mäßig gelaunt, auf zum Treffpunkt.

Meine Stimmung besserte sich aber beim Zusammentreffen mit meiner Begleitung der großartigen Loony Leah (von außen wie innen wunderschön). Es folgte eine sehr unterhaltsame Autofahrt, bei der wir über Muffins und Weihnachtsdekoration geredet haben (what else).

Nach längerer Parkplatzsuche kamen wir dann gegen Mittag im Maritim Hotel an. Es war, im Gegensatz zu letztem Jahr, recht voll, was aber daran liegen könnte, dass ich letztes Jahr erst Nachmittags eingetrudelt bin. Nachdem wir unsere Tickets abgeholt hatten, traten wir in die erste Halle.. naja in den ersten Saal ein, dort begrüßte mich direkt ein lieber bekannter (You know who you are). Es wurde etwas gequatscht und ich bekam den Tipp, dass es den Super 7 Hordak für einen 10er an einem Stand zu erwerben gibt. Ich mag eigentlich nur die Vintage-Figuren, aber für den Preis war mein Jagd- und Sammeltrieb erweckt.

Meine Begleitung und ich machten uns also auf die Suche, jedoch kamen wir nicht weit, denn am Pech-Stand lockten attraktive Frauen mit einer attraktivem Alkoholverkostung. Wer denkt mit Alkohol könnte man mich ködern, der hat sowas von Recht. Ich probierte mich, zusammen mit der Verkäuferin und ihrer Sklavin (letztere wurde öfters misshandelt, aber ich konnte gerade nicht helfen, ich musste probieren), durch das komplette Sortiment und das kann sich wirklich schmecken lassen. Es hat echt fantastische Sorten wie zum Beispiel Pfirsich-Eistee, rote Beeren, Waldmeister Wackelpudding mit Vanillesoße und auch Lakritz. Das riecht und mundete einfach himmlisch, so dass ich hier direkt drei Flaschen kaufte (gerne hätte ich mehr genommen, aber wer soll das alles tragen und zahlen (wer das trinken soll und kann weiß ich). Was mir nicht so mundete war die Chili-Version, es bot sich aber an, dass just eine schöne Frau samt Begleiter auftauchte. Letzterer freute sich über den Rest in meinem Pinchen (ihr wisst ja, irgendwer freut sich immer über Reste, mein Ex hat auch wen neues gefunden). Es stellte sich heraus, dass der Reste-Trinker (you know who you are) selbst Alkohol braut und irgendwie habe ich es geschafft, dass er mir davon was zukommen lassen mag (natürlich lass ich Euch dann daran teilhaben und werde darüber berichten).

Die Sklavin vom Pech-Stand hat mir übrigens von einer super Aktion erzählt, welche sie ins Leben gerufen hat. Es geht um ein Fotoprojekt namens „Ich bin nicht mein Rollstuhl“ welches stilvoll den Mittelfinger gegen Oberflächlichkeit erhebt. Ganz viel Liebe dafür, schaut unbedingt mal bei Wheel Life rein und beim nächsten Treffen braucht es dann auch dringend ein Foto, das haben wir nämlich, beim über Fotos reden, total vergessen. Hier der Link:

https://www.facebook.com/1450793255165047/posts/1691775151066855?s=100000785644422&sfns=mo

Schräg gegenüber vom Pech-Stand saß der sehr sympathische Autor Ulf Fildebrandt. Wir redeten viel über seine Werke. Ich fragte ihn welches seiner Bücher er besser fände und er antwortete mir unglaublich ehrlich und liebenswert. Ich hätte gern direkt ein Buch mitgenommen, aber das war so dick und ich hatte bereits den Alkohol im Gameboy Rucksack, also ließ ich mir seine Karte geben und versprach das Buch „Meister der Erinnerung“ zu bestellen und zu lesen (liegt bereits hier, eine Fee ein Wort).

Nun hatte ich mich aber genug umgeschaut, es war an der Zeit meinen Lieblingsstand zu besuchen:

Den Whiskystand von der zauberhaften Rose und ihrem sympathischen Mann Spirit of the Highlands (allein wenn ich den Namen tippe, knistert es in mir als hätte ich gerade Brausepulver geschluckt). Es ist schon verrückt wie einem Menschen, mit denen man nur ein paar Stunden verbracht hat, ans Herz wachsen können. Liegt es am Whiskey? Liegt es an Roses üppigen Dekolleté oder ist es der Geist von Irland der mein Herz beschwipst?! Egal, ich genoss diese wundervollen Momente mit diesen besonderen Menschen einfach in vollen Zügen, genau wie den Whisky. Ein Glück hatten die beiden kein Essen am Stand, sonst wären sie mich nie mehr losgeworden. Ich kann und möchte übrigens (erneut) nur jedem der mal ein Whiskytasting machen möchte ans Herz legen, diese wundervollen Menschen zu kontaktieren. Da hat es nicht nur geile Tropfen (ich habe sogar einen probiert der nach Räucherschinken schmeckt. Fleisch und Alkohol.. Meine Träume sind real), es hat noch einen Haufen wundervoller Geschichten und Bilder von zwei unglaublich berauschenden Menschen (chch, berauschend.. zum Teil liegt das natürlich am Alkohol). Dazu gibt es noch Wissen welches über meinen kleinen Whiskey Glasrand hinaus geht, die beiden lieben was sie eingießen und das schmeckt man nicht nur körperlich sondern auch mit dem Herzen. Und nein, ich werd dafür nicht bezahlt, ich möchte schlicht tolle Menschen an tolle Menschen vermitteln. Ach und.. Falls ihr wirklich ein Whiskytasting bucht - ladet mich dann bitte auch ein (gleiches gilt für Hochzeiten, warum heiratet denn keiner mehr?! Ich möchte ein Buffet leer futtern).

Ich verließ den Whiskystand schweren Herzens um dann doch noch den Hordak für 10€ zu ergattern und danach ging es auch schon wieder zurück zum Whiskystand. Ach herrje, es ist wie mit Pizza, irgendwie kommt man immer wieder zu ihr zurück.

Es wurde also nochmal getrunken und zufällig kam ein sehr interessanter Mann vorbei. Er war mit seiner Frau da, eigentlich ist die Con nicht so sein Ding, aber was tut man nicht für die Liebe. Ich empfahl ihm Whiskey zu trinken, denn schließlich war das der beste Stand auf der Con und ein paar Minuten später ist auch dieser Mensch in meinem Herzen gelandet.

Ein alter Freund, und seine sympathische Bekannte, gesellte sich noch dazu und so tranken wir alle zusammen am besten Stand auf der MagicCon.

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann trinken wir noch heute.

Slàinte.